| Heilmagnetismus nach Mesmer |
| --- Mesmerismus --- |
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Franz Anton Mesmer, geb. 1734 in Iznang am Bodensee, Dr. der Philosophie und der Medizin, ausgezeichneter Kenner der Schriften von Paracelsus. versuchte vorerst mit Elektrizität und Magneten Krankheiten zu beeinflussen, und erlebte schließlich, dass der Einsatz der eigenen eingesetzten magnetischen Kräfte bedeutend wirksamer war. Er spricht von Wirkung und Kraft des animalischen Magnetismus, der anderen beseelten und unbeseelten Körpern mitgeteilt werden kann.
Der menschliche Organismus ist ein biochemisches Fließsystem. Hinter den Gesetzen der chemischen Stoffumsetzung und auch dafür auslösend stehen aber physikalische Gesetze, also Zustandsänderungen nichtstofflicher Art. Und in diese Bereiche greift die heilmagnetische Behandlung ein. Sie ordnet das energetische Fließsystem, wodurch sekundär der stofflich chemische Umsatz aktiviert und beschleunigt wird. Es werden Blockaden im energetischen Bereich aufgelöst, es wird aufgebaut und abgeladen.
In den Händen finden wir ca. 1600 Nervenendigungen und ca. 300 Tastzellen. Diese sind nicht so zahlreich, damit wir lediglich warm oder kalt oder feine Gegenstände fühlen können. Die Nervenendigungen sind Sammelpunkte, an denen „Ausstrahlungen“ unseren Körper verlassen, um außen die „Aura“ zu bilden. Darum geht es auch beim Heilmagnetismus.
In allen Beschreibungen des „Lebensmagnetismus“, wie er auch genannt wurde, wird über „Ausstrahlungen“ gesprochen, vor allem von solchen an den Händen. Diese Ausstrahlungen werden in der Literatur als „Aura“ oder als „OD“ bezeichnet. Aura oder OD stellen die „Lebenskraft“ des Menschen dar. Es ist dies das geistig-seelische, dynamische Prinzip, dem sich alles unterordnet und dem alles unterliegt. Es ist dies der „Arzt in uns“, das „Selbstheilbestreben“ des lebendigen Organismus, wie wir es zum Beispiel bei einer Wundheilung so wunderbar beobachten können. An dieses „OD“ ist das magnetische Fluidum, wie allgemein angenommen wird, gekoppelt. Diese „Lebenskraft“ ist ein ununterbrochen herumschweifendes Fluidum, welches Tag und Nacht wirksam ist, um die Billionen Zellen zu umsorgen, zu versorgen, welches sämtliche Lebensabläufe harmonisch gestaltet, unserem Willen nicht unterliegt, an das unbewußte Nervensystem gekoppelt ist und über dasselbe entsprechend wirksam wird.
George Washington, späterer USA-Präsident, war begeisterter Schüler Mesmers, und brachte den „Mesmerismus“ in die Vereinigten Staaten; er wird dort, und mehr noch in Kanada, auch heute noch angewendet. Zar Alexander I. führte 1815 den Mesmerismus ein. Er fand eine schnelle Verbreitung über das ganze russische Reich. In Holland, Schweden, Norwegen und Dänemark ist der Heilmagnetismus bekannt und wird ausgeübt. In Österreich, dem Geburtsland Mesmers, wurde durch Gesetz 1818, vier Jahre nach Mesmers Tod, die Ausübung des Magnetismus verboten. Nur einige wenige Ärzte in Wien durften eine magnetische |
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